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Mo-Fr 09:00 – 15:00 Uhr

Der 8. Oberhausener Palliativ- und Hospiztag am 10. Oktober in der Guten Hoffnung Leben stand unter dem Motto „Wandel des Lebens“. Einen besonderen Akzent setzte dabei Christoph Wegewitz, Palliativarzt im Palliativteam Oberhausen (rechts im Bild). Er erläuterte den rund 120 Gästen zunächst, wie die spezialisierte ambulante Palliativversorgung schwer erkrankte Menschen und ihre Angehörigen unterstützt. Beschwerden lindern, Lebensqualität erhalten und möglichst viel Selbstbestimmung ermöglichen – darum geht es bei dieser Arbeit.

Was das im Alltag bedeutet, erfuhren die Gäste im anschließenden, knapp halbstündigen Gespräch, das Moderator Michael Bokelmann gemeinsam mit Wegewitz und einem seiner Patienten und dessen Ehefrau führte. Der schwer erkrankte Mann und seine Frau erzählten offen und sehr persönlich von ihrem Leben mit der Krankheit und ihren Erfahrungen mit der palliativen Begleitung. Ihre Schilderungen gingen den Gästen spürbar nahe – zeitweise wurde es ganz still im Saal. Es waren Momente, die spürbar machten, wie wertvoll die Arbeit des Palliativteams für Betroffene und ihre Familien sein kann.

Auch die weiteren Beiträge des Tages gaben den Gästen einiges mit auf den Weg. Der Psychologe und Systemische Therapeut Nils Oberländer beschäftigte sich ebenso fachkundig wie feinfühlig mit Veränderungen im Leben. Viele seiner Gedanken und Beispiele boten Anknüpfungspunkte für ganz persönliche Erfahrungen. Juristin Jasmin Sieben widmete sich anschließend den Themen Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht. Fachlich fundiert, anschaulich und mit einer guten Portion Humor erklärte sie, worauf es bei der eigenen Vorsorge ankommt.

Bei allen Beiträgen konnten die Gäste Fragen stellen. Musikalische Zwischenspiele boten Gelegenheit, das Gehörte nachwirken zu lassen. Auch beim gemeinsamen Mittagessen mit Chili sin Carne und Brezeln sowie bei Kaffee, Tee und kühlen Getränken blieb reichlich Zeit für Gespräche.

Das Palliativnetz Oberhausen e. V., dem auch das Palliativteam Oberhausen angehört, hatte den Tag gemeinsam mit der Stadt Oberhausen zum Welthospiztag organisiert. Die unterschiedlichen Beiträge ergänzten sich zu einem vielseitigen Programm. Besonders das persönliche Gespräch mit dem Patienten und seiner Frau dürfte vielen Gästen in Erinnerung bleiben. Es gab der palliativen Versorgung ein Gesicht und zeigte auf sehr menschliche Weise, was professionelle Begleitung in einer schweren Lebensphase bewirken kann.

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