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Wenn das Palliativteam Oberhausen Familien begleitet, geht es nicht nur um medizinische und pflegerische Versorgung. Es geht immer auch um Sicherheit, Orientierung und darum, die Menschen im Umfeld der Patient:innen mitzudenken. Besonders sensibel wird diese Aufgabe, wenn Kinder oder Jugendliche in der Familie ihre Rolle spielen.

„Die Kooperation mit FIBS ist für uns sehr wichtig“, sagt Christiane Bonatis, Pflegedienstleitung des Palliativteams und Vorstandsmitglied im Palliativnetzwerk Oberhausen. „Wenn Kinder involviert sind, brauchen Familien oft zusätzliche Sicherheit bei den Fragen: Was kann ich tun? Was erwartet mich? Und wie kann ich mein Kind gut mitnehmen?“

Das Palliativteam erlebt die Familien in ihrer häuslichen Situation, erkennt Belastungen früh und kann gezielt Brücken bauen. FIBS ergänzt diese Arbeit mit einem besonderen Angebot für Familien, Kinder und Jugendliche. Die Beratungsstelle an der Sterkrader Straße 227 nimmt sich Zeit, erklärt, stärkt und begleitet – dort, wo Krankheit, Abschied und Unsicherheit das Familienleben verändern.

Im Team ist dieser Blick fest verankert. Rund 25 Pflegende sind in der Versorgung aktiv, unterstützt von Palliativärzt:innen und Verwaltung. „Das ist mittlerweile in den Köpfen“, sagt Bonatis. „Sobald Kinder involviert sind, ist Nicole Peters-Bokelmann für uns eine zentrale Anlaufstelle.“

Peters-Bokelmann arbeitet als Psychoonkologin im Palliativteam und bringt zugleich ihre Kompetenz als systemische Kinder- und Jugendtherapeutin ein. Für das Palliativteam ist diese Verbindung ein großer Gewinn. „Diese doppelte Kompetenz ist unheimlich wertvoll“, betont Bonatis. „Sie erkennt, welches Angebot zu welcher Familie passt und findet den richtigen Weg.“

Auch Peters-Bokelmann beschreibt die Zusammenarbeit als besonders fruchtbar: „Gerade in palliativen Situationen ist die familiäre Lage oft sehr fragil. Dann ist es besonders wichtig, das gesamte Familiengeflecht zu unterstützen.“

Für das Palliativteam ist es daher wichtig, Familien nicht allein zu lassen. „Wir können vor Ort viel leisten“, sagt Bonatis. „Aber komplexe familiäre Situationen brauchen manchmal jemanden, der Zeit hat und das notwendige Know-how mitbringt.“

So entsteht in Oberhausen ein Netz, das trägt: Das Palliativteam sorgt für verlässliche Versorgung zu Hause, FIBS öffnet zusätzliche Räume für Fragen, Gefühle und Orientierung. Gemeinsam schaffen sie Unterstützung, die früh beginnt, Familien stärkt und Kinder in schweren Zeiten nicht aus dem Blick verliert.

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