Seit dem 1. Januar 2026 verstärkt Michael Angst als Arzt das Palliativteam Oberhausen. Mit ihm gewinnt das Team einen sehr erfahrenen Mediziner, der Pflege, Akutmedizin, Notfallrettung und Palliativversorgung aus jahrzehntelanger Praxis kennt.
Geboren und aufgewachsen in Duisburg, war Michael Angst der Medizin schon früh verbunden. Ein prägender Einfluss war sein Bruder, der in der Krankenpflege arbeitete. Schon vor dem Abitur reifte so der Wunsch, selbst Mediziner zu werden. Doch da zunächst kein Studienplatz in Aussicht war, entschied er sich für den Zivildienst in einem Pflegeheim und anschließend für eine Ausbildung zum Krankenpfleger. „Mir war wichtig, die Pflege von Grund auf zu lernen. Diese Perspektive hat mich mein ganzes Berufsleben begleitet.“
Parallel zur Pflege, später auch während des Medizinstudiums in Düsseldorf, arbeitete Michael Angst im Nachtdienst. Nach dem Studium begann er dann seine ärztliche Laufbahn im Klinikum Niederrhein und absolvierte dort seine Facharztausbildung in der Anästhesiologie mit Zusatzqualifikationen in Intensiv- und Notfallmedizin, sowie später auch in der Palliativmedizin. Hier lernte er auch Michael Etges und Peter Kaup kennen – die Mitbegründer des Palliativteams Oberhausen.
Ein besonderer Schwerpunkt seiner beruflichen Laufbahn war die Notfallmedizin: Fast 30 Jahre lang war Michael Angst bis 2023 als Notarzt tätig – auf dem Notarztwagen, später auch als leitender Notarzt. Er hat zudem die Weiterbildungen zum Ärztlichen Leiter Rettungsdienst und zum Organisatorischen Leiter Rettungsdienst besucht. Daneben übernahm er über viele Jahre auch Tätigkeiten in der Aus- und Weiterbildung, war an der Schulung von Feuerwehrkräften beteiligt, begleitete Ärzt:innen während ihrer Praktika auf dem Notarztwagen und war – nicht zuletzt – vom Gesundheitsamt als Mitglied des staatlichen Prüfungsausschusses der staatlich anerkannten Rettungsassistentenschule der Feuerwehr Duisburg bestellt. Heute sagt er: „Die Arbeit in der Notfallrettung und auf der Intensivstation hat mich sehr intensiv mit Fragen von Leben, Sterben und Verantwortung konfrontiert.“
Ein weiterer wichtiger Verbindungspunkt auf seinem Weg in die Palliativmedizin war die langjährige Mitgliedschaft bei I.S.A.R. Germany – einer internationalen Hilfsorganisation für Katastrophen- und Notfallmedizin. Dort war Michael Angst unter anderem bei Zertifizierungsmaßnahmen aktiv und absolvierte eine Weiterbildung beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe des Bundesinnenministeriums.
Die Summe dieser Erfahrungen – aber auch der kritische Blick auf die Hochleistungsmedizin – führten schließlich zu einer bewussten Neuorientierung: Michael Angst verließ das Krankenhaus, arbeitete in der ambulanten Anästhesie und fand schließlich seinen Weg in die Palliativmedizin. In verschiedenen SAPV-Teams beteiligte er sich am Aufbau neuer Versorgungsstrukturen, bevor die Wahl endgültig auf das Palliativteam Oberhausen fiel.
Heute schätzt er besonders die Nähe zu den Menschen: „Ich habe in meiner Laufbahn noch nie so enge und vertrauensvolle Beziehungen zu Patientinnen und Patienten erlebt wie in der Palliativmedizin. Diese Form der Medizin ist für mich etwas ganz Besonderes.“
Der 62-Jährige lebt in Duisburg, ist Vater von zwei erwachsenen Töchtern und hat auch privat viel Verantwortung übernommen – unter anderem durch die Pflege mehrerer Angehöriger zu Hause. In seiner Freizeit treibt er Sport und segelt gerne. Auch die Musik ist eine Leidenschaft. Jahrelang war er als Organist in einer Kirchengemeinde tätig und spielt auch heute noch gerne Klavier.
Das Palliativteam Oberhausen freut sich sehr, mit Michael Angst einen Arzt gewonnen zu haben, der medizinische Erfahrung, pädagogische Kompetenz und große menschliche Zugewandtheit in idealer Weise verbindet. Herzlich willkommen im Team.
